Auch Heimspielauftakt endet mit Niederlage

Spielvereinigung unterliegt Halfing mit 0:2

Nach der Niederlage zum Saisonauftakt beim SV Genc. Wasserburg waren die Erwartungen groß, dass es im Heimspiel gegen den FC Halfing mit einem Punktgewinn klappen könnte. Obwohl sich die Mannschaft erheblich verbessert zum Auftaktspiel zeigte, wurde es am Freitagabend nichts daraus. Am Spielfeldrand ein neuer schmucker Verkaufskiosk (da kann man nur gratulieren – Chapeau) auf dem Spielfeld dagegen nach dem Schlusspfiff doch etwas Tristesse. Im Liveticker des BFV stand als letzter Eintrag: Unverdienter Sieg für den FC Halfing! Da nach Aussagen der Heimfunktionäre der Liveticker von den Gästen geführt wurde, sagt der Eintrag vieles zum Spielverlauf aus. Und tatsächlich war es ein glücklicher Sieg der Gäste, die insbesondere in der zweiten Halbzeit gewaltig unter Druck kamen, den Deckel erst spät in der Nachspielzeit auf den glücklichen Dreier machten. Ausschlaggebend für den Sieg eine Schläfrigkeit der Kufner-Truppe nach einem Eckball und die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive der Spielvereinigung. Dass dazu auch noch das Pech in der einen oder anderen Situation dazu kam, ist meistens in so engen Spielen usus! Dennoch sollte man aus der Niederlage auch Positives ziehen. Man war keineswegs die schlechtere Mannschaft, es fehlte zwar noch an der einen oder anderen Stelle, aber daran kann man arbeiten. Bereits am kommenden Donnerstag mit Spielbeginn um 19.30 Uhr steht für die Kufner-Elf die nächste Aufgabe an. Es geht zum Kreisklassenabsteiger SV Amerang, der in den ersten beiden Spielen eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebte. Nach dem 4:0 Auftaktsieg gegen den SV Waldhausen, setzte es am gestrigen Freitagabend eine 4:0 Niederlage beim FC Maitenbeth.  

Spieldaten:

Ergebnis: 0:2 (0:1)

Tore: 0:1 (15.Min.) David Schömer – 0:2 (90.+4.Min.) Gregor Gruber (Liveticker: Peter Böck)

Schiedsrichter:

Korab Krasniqi, SV Wacker Burghausen (Kreisklasse)

Insgesamt zu Oberlehrerhaft – mit vielen Diskussionen (u.a. schickte er die gesamte Gästefan-Gruppe von der Seitenlinie) – durchschnittliche Leistung;

Zuschauer: 70 (SR-Angabe: 100)

Gelbe Karten:

SpVgg Jettenbach: Patrick Wieser, Anton Hannak, Iulian Stoica;

FC Halfing: Philip Aimer, Maximilian Meindl, Sebastian Anzinger, Gregor Gruber;

Aufstellungen:

SpVgg Jettenbach:

Erik Zitt, Florian Asanger, Lukas Beham, Erasmus Kurtz, Patrick Wieser, Maximilian Mußner, Basala Toure, Sebastian Gottwald (C), Anton Hannak, Iulian Stoica, Raphael Kufner;

Einwechselungen:

Emanuel Ciurdaru (46.Min.), Marius Loba (46.Min.), Artur Begert (74.Min.), Alexander Hannak (80.Min.);

Trainer: Raphael Kufner

FC Halfing:

Philip Aimer, Lucas Neumann, Maximilian Meindl (C), Sebastian Anzinger, Gregor Gruber, Christian Gnierlich, Maximilian Fröhler, Kutbettin Aslan, Tobias Kopp, Peter Böck, David Schömer;

Einwechselungen:

David Heller (62.Min.), Michael Reiser (74.Min.), Adrian Gruber (80.Min.), Sebastian Aicher ( 90.+4.Min.);

Trainer: Philipp Stowasser

Spielbericht:

Jettenbach`s Kapitän Sebastian Gottwald konnte seinem Opa Hans Kinzner – Hobadoier – (wurde von Tochter und Schwiegersohn zum Spiel gebracht) – man kann nur den Hut vor dem über 90-jährigen Haudegen ziehen – nicht die Freude bereiten, die sich beide gewünscht hätten. Nach dem Schlusspfiff jubelten nur die Gäste aus der Gemeinde zwischen Amerang und Bad Endorf. Es gab in der Geschichte der Spielvereinigung bislang nur wenige Spiele gegeneinander. Jettenbach`s Zuschauer in der neuen Saison noch nicht richtig warmgelaufen. Nach der schwachen Unterstützung in Wasserburg, war auch das Aufkommen am Freitagabend nicht so hoch wie erwartet. Auch die Mannschaft ist noch nicht „ganz“ so weit, um erste Punkte einzufahren. Viel fehlte allerdings nicht beim Heimspielauftakt. Ein Königreich für einen Knipser, war eine Aussage nach dem Spiel. Jettenbach`s Spielertrainer Raphael Kufner kann sich keinen schnitzen, musste zudem gegenüber dem Wasserburger Spiel auf David Schmalzgruber und Denis Glamocic verzichten. Für die beiden kamen Erasmus Kurtz und Anton Hannak in die Mannschaft.

In einer sehr ausgeglichenen ersten Spielhälfte setzte Halfings Peter Böck in der 3.Minute ein erstes Ausrufezeichen. Sein „Warnschuss“ jedoch kein Problem für Keeper Erik Zitt. Etwas Glück für die Gäste nach einer zu kurz abgewehrten Ecke, als Toure aus 16 mtr. abzog, der abgefälschte Schuss knapp über die Latte ging. Jubeln durften dann die Gäste in der 15.Minute als ein Eckball am hinteren Pfosten David Schömer erreichte. Er stieg als einziger hoch und köpfte wuchtig ein. Ein durchaus vermeidbarer Gegentreffer, den es zu besprechen gibt. Nur kurze Zeit später bot sich Iulian Stoica die Ausgleichschance. Er zog etwas überhastet ab, der Schuss ging knapp über das Gebälk. Mit etwas mehr Ruhe hätte er noch einige Meter gehen können, die Abschlussposition wäre dann um einiges besser gewesen. Große Aufregung dann auf dem Platz und den Rängen, als Halfings Kapitän Maximilan Meindl (17.Min.) als letzter Mann gegen Toure die Notbremse zog. Viele forderten einen Platzverweis. Schiedsrichter Krasniqi beließ es bei einer gelben Karte – er sah noch mitgelaufene Kameraden, die hätten eingreifen können – eine durchaus diskutable Szene. Auch der Live-Berichterstatter (Gratulation für die Fairness) schrieb zur gelben Karte: Letzter Mann! Das Spiel weiterhin umkämpft mit den besseren Möglichkeiten für die Gastgeber. Mußner`s Schuss ein sogenannter Fliegerball für Torwart Aimer. Stoica fehlte der finale Schritt, ehe der Unparteiische gleich im Dreierpack gelbe Karten für Hannak, Wieser und Stoica zückte. Während die Gäste überwiegend mit langen Pässen aus der Abwehr agierten, versuchte es die Spielvereinigung mit einem Aufbauspiel aus der Abwehr heraus. Großes Pech dann für Patrick Wieser und seine Kameraden. Der Schuss von der Strafraumkante landete am Innenpfosten und trudelte dann die Linie entlang, ehe die Gäste vor einem einschussbereiten Jettenbacher die Situation bereinigten konnten. Kurz darauf, dass Flutlicht wurde gerade eingeschaltet und nur wenige Minuten vor der Halbzeitpause, rutschte eine Freistoßflanke von Wieser die Querlatte entlang. So ging es mit einer knappen Halbzeitführung für die Gäste in die Kabinen.

Den besseren Start in die zweite Spielhälfte erwischte die Kufner-Elf, die auch über die gesamte weitere Spielzeit die tonangebende Mannschaft blieb. Unter den Pfälzer Augen des Trikots mit der Nummer 23.5 (Mike Schepanksi) drückte die Gastgeber-Elf auf den Ausgleich. Einen 25 mtr. Freistoß von Gottwald lenkte Keeper Aimer über die Latte. Eine weitere Großchance nach einer Wieser Flanke konnte erneut Stoica nicht verwerten. Er geriet etwas in Rücklage und setzte das Spielgerät deshalb über die Latte. Die Gäste mit nur wenigen Gegenangriffen und noch weniger Abschlussmöglichkeiten. Die beste Chance bezeichnend nach einem katastrophalen Fehlrückpass, der jedoch keine Folgen hatte. Ansonsten nur noch ein Distanzschuss, der am langen Pfosten vorbei rauschte. Aber auch die Spielvereinigung schaffte es trotz deutlicher Überlegenheit nicht sich mehr Topchancen herauszuspielen. Es fehlte etwas die Übersicht, der letzte finale Pass und auch der letzte Punch. So kam es wie es kommen musste. Kurz vor Ablauf der Nachspielzeit machten die Gäste den Deckel zu. Nach einem Ballverlust an der Mittellinie fehlte im anschließenden Zweikampf die Härte und Entschlossenheit (Alex Kufner als Zuschauer: den hätte ich weggeputzt!) und der abschließende Schuss landete dann auch noch glücklich unter der Latte zum 0:2.

Fazit:    

Eine unnötige, vermeidbare Niederlage. Es wäre mehr drin gewesen, so die Meinung der Fans, die man teilen konnte. Man kann auch sagen: es sollte nicht sein! Die Mannschaft enttäuschte nicht, dennoch fehlte in der einen oder anderen Situation die letzte Entschlossenheit. Neben einem „stabilen“ und treffsicheren Mittelstürmer, fehlt auch ein Mittelfeldregisseur, der die Fäden zieht, entscheidende Pässe spielt. Beide Akteure kann man nicht aus den Hut zaubern. Deshalb heißt es auf die durchaus akzeptable Leistung gegen Halfing aufzubauen, die richtigen Schlüsse ziehen und mit neuem Mut und Selbstvertrauen die nächsten Aufgaben angehen.

Jettenbach – 4.September 2026

Peter Schillmaier