Erfolgsserie gegen Neumarkt/Egglkofen 2 ausgebaut

Törring-Elf feiert vierten Sieg in Serie

Ein Kopfball-Doppelpack von Maximilian Mußner entschied die Heimpartie gegen die Zweite der SG Neumarkt St.Veit/Egglkofen zu Gunsten der Törring-Elf, die damit den vierten Sieg in Folge feiern konnte. Es war ein hartes Stück Arbeit, denn der weiterhin sieglose Tabellenletzte von der Rott spielte munter mit. Dennoch, die Mannschaft von der Landkreisgrenze scheint der Cronauer-Truppe zu liegen. Denn auch die letzten beiden Vergleiche der beiden Teams gingen mit jeweils 1:0 in der Saison 2019/2020 an die Spielvereinigung. Vor einer Minikulisse (Samstagnachmittagsspiele scheinen sich in Jettenbach erst etablieren zu müssen – allerdings brachten die Gäste auch keine Fans mit, da die Erste fast zeitgleich in Neuötting spielte) war das Spiel selbst beileibe kein Fußball-Leckerbissen. Was zählt sind die Punkte, die der Spielvereinigung ein kleines Polster zu den beiden Abstiegsplätzen geschaffen haben. Man konnte im Vorfeld der Partie durchaus von einem weiteren 6-Punktespiel sprechen. Ob es ein goldener Oktober werden wird, werden die nächsten ebenfalls sehr wichtigen Spiele zeigen. Zu einer etwas ungewohnten Anstoßzeit (18.00 Uhr) muss die Mannschaft um Kapitän Patrick Feulner am kommenden Freitag 14.10. beim TSV Taufkirchen beweisen, ob man mittlerweile die Reife und etwas spitz ausgedrückt auch die Eier besitzt, auch in diesem kleinen Derby seinen Mann zu stehen.

Die Spieldaten:

Ergebnis: 2:0 (1:0)

Torschützen:

SpVgg Jettenbach: Maximilian Mußner (18./69.Min.)

SG Neumarkt St.Veit/Egglkofen: Fehlanzeige

Zuschauer: 35

Schiedsrichter: Jürgen Reinelt, VFL Waldkraiburg

Gelbe Karten:

SpVgg Jettenbach: Thomas Mittermaier, Michael Gottwald, Georg Lackmaier, Maxi Mußner;

SG Neumarkt St.Veit/Egglkofen: Sebastian Heimerl, Manuel Hirtlreiter;

Zeitstrafe: Philipp Schatz (79.Min.) SG Neumarkt St.Veit/Egglkofen

Aufstellungen:

SpVgg Jettenbach:

Josef Manstetter, Michael Gottwald (ab 86.Min. Sebastian Greißl), Georg Lackmaier, Thomas Mittermaier, Florian Asanger, Raphael Kufner, Patrick Feulner (C), Maxi Mußner Patrick Wieser, Florian Mittermaier, Daniel Peric (ab 76.Min. Sebastian Gottwald);    

Trainer: Christian Cronauer


SG Neumarkt St.Veit/Egglkofen:

Christoph Haag, Andreas Ehret, Vinzenz Wurstbauer (ab 46.Min. Shoaib Sultani), Maximilian Wündisch (C), Sebastian Heimerl (ab 65.Min. Philipp Schatz), Markus Hausberger (ab 24.Min. Matthias Esterl), Marco Moosner, Bastian Riebesecker, Michael Buchner, Manuel Hirtlreiter, Stefan Wollersheim;

Trainer: Michael Höckinger

Spielbericht:

Neben dem Geschehen auf dem grünen Rasen gab es auch einige herrliche Sprüche zu hören. So haute Manfred Nitsch bereits beim Einlaufen der Teams heraus: Die sehen aus wie die Verlierer (hatte letztlich auch recht) und meinte damit die Gäste, die in schwarzen Trikots antraten. Zu der etwas dürftigen Vorstellung beider Mannschaften auf dem Rasen, meinte Peter „Manzi“ Tkotz mit einem Schmunzeln im Gesicht und einem „Ignaz“ in der Hand: Ohne Bier ist das heute nicht zu ertragen! Auch der sehr gesprächige Schiedsrichter hatte einiges auf Lager. So zu einem Spieler: halt die Klappe und zu einem anderen Akteur: warum ist die Banane krumm? Ob dieser Gesprächigkeit des Unparteiischen meinte Fan Wolfgang Beham zu Stadionsprecher Koni Mittermaier: Übergibt ihm doch deine Aufgabe samt Mikro!

Zurück zum Geschehen auf dem Rasen:

Beide Teams begannen die Begegnung ohne Abtasten und so bot sich Patrick Wieser bereits nach kurzer Spielzeit die erste Chance. Joungster Daniel Peric wurde im Strafraum in die Zange genommen (durchaus diskutabel), der Ball kam zu Wieser, der jedoch aus kurzer Entfernung an Keeper Haag (bester Akteur der Gäste) scheiterte. Auch die Gäste (holten sich in der Vorsaison starke 40 Punkte und landeten damit auf Platz 7 der A-Klasse 4) gaben offensiv erste Lebenszeichen, ehe Jettenbachs Stadionsprecher ein erstes Mal verkünden durfte: Tor für Jettenbach! Es schien nach einer einstudierten Variante auszusehen und es war ein durchaus sehenswertes Tor. Raphael Kufner zirkelte eine Ecke auf den kurzen Pfosten und Maxi Mußner lief den Ball entgegen und versenkte per Kopf (ja es war tatsächlich seine Birne) den Ball im Gästetor.

Und es sollte an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Dem Treffer ging ein Fair-Play der Gäste voraus. Denn der Unparteiische sah – wie so vieles an diesem Tag – nicht, dass der Ball von einem Gästespieler zuvor zur Ecke befördert wurde und fragte deshalb zuerst bei einem SG-Spieler nach. Chapeau, kann man da nur sagen! Denn ohne diese Fairness wäre der Treffer nicht gefallen. Im Anschluss hatten auch die Gäste ihre Möglichkeiten, zumeist von Fehlern der Jettenbacher Defensive begünstigt. Aber die zweitschlechteste Offensive der Liga (6 Treffer in 8 Spielen – nur Tüßling/Teising hat mit 5 Toren noch eins weniger) bewies auch an diesem Tag ihre fehlende Durchschlagskraft. Verwunderlich, wenn man an die letzte Saison denkt: mit 54 Toren war die Zweite der SG eine der besten Offensivmannschaften! Die beste Gelegenheit zum Ausgleich hatte Manuel Hirtlreiter, der alleine auf Jettenbachs Keeper Josef Manstetter zugehen hätte können, aber aus 16 mtr. frühzeitig ab- und verzog. Hirtlreiter hatte in der ersten Halbzeit noch zwei weitere Topchancen. Einmal war bei Manstetter Endstation, ein weiteres Mal setzte er den Ball aus einer zentralen Freistoßposition über das Gehäuse. Auch Michael Buchner hatte seine Gelegenheit, fand aber ebenfalls in Manstetter seinen Meister. In einer Halbzeit mit Höhen und Tiefen, hätte auch die Cronauer-Truppe durchaus nachlegen können. Als Mußner aus dem Halbfeld eine Flanke schlug, zeigte Wieser bei einem Flugkopfball seine Abschlussqualitäten. Keeper Haag reagierte glänzend. Bei der nachfolgenden Ecke wurde Haag ein weiteres Mal von Georg Lackmaier per Kopf geprüft. Die knappe Jettenbacher Halbzeitführung ging in Ordnung, insgesamt war die Vorstellung aber durchaus etwas dürftig. Hatte die Feulner-Elf das Spiel schon vorher im Kopf abgehakt? Einiges deutete daraufhin!

Die Partie auch in der zweiten Halbzeit ohne das Gelbe im Ei und mit weiteren Chancen für die Heimelf. Nach einem schönen Lupfer von Mußner hatte Peric die Möglichkeit zur Erhöhung. Der Abschluss jedoch zu schwach. Ebenso fehlte einen Freistoß von Wieser die Schärfe, so dass der Gästekeeper keine Probleme hatte. Im Gegenzug war Buchner- Jettenbachs Defensive hatte einige Wackler – total frei, scheiterte aber am Fuß von Manstetter, der sich ein zu Null-Spiel vorgenommen hatte. Das Spiel immer zerfahrener und auch härter. Der laufschwache Unparteiische trug seinen Teil dazu bei. Es hagelte einige Karten, teilweise gab es Rudelbildungen, ehe eine Kopie des Führungstreffers dem Spiel die Vorentscheidung brachte. Erneut brachte Kufner einen Eckball gefährlich vor das Tor, erneut ging Mußner dem Ball entgegen und erneut hatte Keeper Haag das Nachsehen. Sollte MM – diese prickelnde Marke – im reifen Fußballalter noch zum Kopfballungeheuer a la Horst Hrubesch werden? Das Spiel selbst in der Folge mit weiteren Diskussionen und einer Zeitstrafe für Neumarkts Philipp Schatz, der in der 65.Minute eingewechselt, eine Viertelstunde später schon wieder zusehen durfte. An der Mittelline und kurz vor der Seitenlinie mähte er Kufner einfach mal so um. Die Gäste spielten zwar weiter mit, brachten in der Offensive die Jettenbacher Oldie-Innenverteidigung um Thomas Mittermaier und Georg Lackmaier (zusammen 78 erfahrene Jahre) aber nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Das 3 oder 4:0 versäumte dann in der Schlussphase der Begegnung Florian Mittermaier. In Burgkirchen noch Doppeltorschütze scheiterte er nach zwei Klassezuspiele von Wieser und Mußner, jedes Mal an Torwart Haag. In Taufkirchen bitte wieder zuschlagen Flo! Der Schlusspunkt der Partie dann ein nicht gegebener klarer Strafstoß an Mußner, ehe sich die Jettenbacher Mannschaft über drei weitere Punkte freuen konnte.

Fazit:

Es war kein wirklich schönes Spiel. Zäh ging es her. Was zählt sind die Punkte und die blieben Gott sei Dank in Jettenbach. Coach Christian Cronauer, der die Mannschaft mittlerweile auf einen stabilen Kurs gebracht hat, wird das Spiel reflektieren und seinen Jungs schon sagen, was gut und was schlecht war. In Taufkirchen sollte die Mannschaft wieder ihr besseres Gesicht zeigen. Denn die Aufgabe wird um einiges schwerer als gegen den Tabellenletzten werden. Sollte Taufkirchen sein Nachholspiel am Mittwoch zu Hause gegen die SG Zangberg/Ampfing gewinnen, ist man an der Törring-Elf dran und dann wird die Truppe von Trainer Markus Glaser und Kapitän Roland Weindl alles daransetzen, den Lokalrivalen eine – fußballerisch gesprochen – Watschn mitzugeben!              

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Jettenbach, den 8.Oktober 2022

Bericht: Peter Schillmaier