Spielvereinigung unterliegt auch im Lokalderby gegen Waldhausen
Mit 0:1 unterlag die Spielvereinigung am Freitagabend im Tabellen-Kellerduell gegen den SV Waldhausen. Null Tore – Null Punkte, das ernüchternde Fazit aus Jettenbacher Sicht nach der umkämpften Partie. Während sich die Gäste mit dem zweiten Saisonerfolg etwas Luft verschaffen konnten, wartet die Kufner-Elf weiterhin auf den ersten Punktgewinn. Jettenbach`s Hauptsportwart Franz Mußner jun. formulierte das Ergebnis und den Spielverlauf nach dem Spielschluss drastisch und deshalb nachfolgend in etwas abgewandelter Form wiedergegeben: hast du Kacke auf den Hufen dann …….
Er traf damit sozusagen den Nagel auf den Kopf! Man kann es auch anders formulieren: wenn es nicht läuft, läuft es eben nicht! Eine Szene unmittelbar vor dem Schlusspfiff kurz vor Ablauf der Nachspielzeit dafür symptomatisch. In einer wilden Torraumaktion nach einer Flanke wollte der Ball praktisch auf der Torlinie liegend, nicht zum durchaus verdienten Ausgleich in den Kasten der Gäste. Auch das goldene Tor der Waldhausener durch Fabian Glier per Freistoß erzielt, wurde unglücklich abgefälscht. So konnte die Balk-Elf nach dem Schlusspfiff jubeln und sich zusammen mit ihren Anhängern die 5 Kästen Freibier des Duos Peter Schillmaier/Thomas Loose genehmigen. Das Biergeschenk beruht noch auf einer Zusage in der Vorsaison. Sieg gegen Soyen und es gibt 50 ltr. Freibier, so die damalige App-Info des Berichterstatters an Waldhausens Vorstand Klaus Seidl. Denn nur dank des damaligen Waldhausener Sieges konnte sich die Spielvereinigung auf der Saisonzielgerade und den anschließenden Last-Minute Heimerfolg gegen Soyen noch auf einen Nichtabstiegsplatz retten. Auch in der laufenden Saison beide Teams vor der Begegnung im Tabellenkeller angesiedelt. Die Spielvereinigung verbleibt dort nach der Niederlage – im Übrigen die dritte mit einem Tor Unterschied in Folge gegen den Lokalrivalen – während sich die Gäste in der Tabelle etwas nach vorne arbeiten konnten.
Spieldaten:
Ergebnis: 0:1 (0:1)
Torschütze: Fabian Glier (28.Min.)
Schiedsrichter:
Florian Hechenberger, TSV Peterskirchen (Kreisliga)
Der erfahrene Referee hatte mit der Begegnung, die teilweise hitzig verlief, mehr Probleme als erwartet. Nicht alle Entscheidungen waren nachvollziehbar. Dennoch behielt er die Ruhe und zog seine Linie durch.
Zuschauer: 110
Gelb/Rote Karte:
Sebastian Hütter, SV Waldhausen (81.Min.)
Gelbe Karten:
SpVgg Jettenbach: Alexander Harih, Iulian Stoica, Artur Begert, Anton Hannak (auf der Bank);
SV Waldhausen: Sebastian Hütter, Fabian Glier;
Besonderheiten: keine
Aufstellungen:
SpVgg Jettenbach:
Erik Zitt, Lukas Beham, Marcel Schesler, David Schmalzgruber (C), Alexander Harih, Bassala Toure, Iulian Stoica, Danis Glamovic, Emanuel Ciurdaru, Raphael Kufner, Artur Begert;
Eingewechselt: Marius Loba (26.Min.), Alexandru Pol (46.Min.), Patrick Wieser (46.Min.),
Sebastian Gottwald (57.Min.), Daniel Peric (87.Min.);
Trainer: Raphael Kufner
SV Waldhausen:
Stefan Oberbauer, Florian Hütter, Markus Oberbauer, Lukas Balk, Nikolaus Ober, Jonas Seidl, Maximilian Schuhbeck, Christoph Hütter (C), Sebastian Hütter, Fabian Glier, Matthias Pfenninger;
Eingewechselt: Florian Randl (64.Min.), Michael Kirmaier (83.Min.), Leonhard Schwaiger (90.Min.);
Trainer: Stefan Balk
Spielbericht:
Nach dem Offensivspektakel am Mittwochabend bei der 5:7 Niederlage gegen den SV Schonstett, sahen die Fans zwei Tage später im weiteren Heimspiel gegen den SV Waldhausen nur ein Tor und dass viel zudem noch aus Sicht der Spielvereinigung auf der falschen Seite.
Jettenbach`s Trainer Raphael Kufner konnte auch am Freitagabend auf fast seine komplette Kapelle zurückgreifen. Einzig Maximilian Mußner und Florian Asanger waren mit Zivilkleidung unterwegs. Auch Waldhausen`s Coach Stefan Balk hatte bis auf Thiemo Leupoldt (rote Karte im Spiel gegen Albaching) so ziemlich alle Spieler mit auf der kurzen Anreise. Gegenüber der knappen 0:1 Heim-Niederlage gegen Spitzenreiter Maitenbeth, nahm er nur eine Veränderung in der Aufstellung vor. Maximilian Schuhbeck spielte für Martin Kirmaier.
Heute muss es rumpeln, es ist ein Derby, so Jettenbachs Vize-AL Dominik Dittrich vor dem Anstoß. Was er damit meinte, dürfte jeden klar gewesen sein. Vollgas von der ersten bis zur letzten Minute und Tore für den ersten Dreier in der laufenden Saison. Entsprechend motiviert gingen die Kicker der Spielvereinigung in die Begegnung. Die erste Topchance hatten aber die Gäste und dies bereits beim ersten Angriff, als Matthias Pfenninger an Keeper Erik Zitt, der die kurze Ecke zumachte, scheiterte. Es wäre ein fataler Beginn gewesen. Jettenbach`s Spielertrainer Raphael Kufner, der selber die zuletzt doch arg löchrige Defensivabteilung verstärkte, sah in der Folgezeit, wie auch die einheimischen Fans, große Probleme im Spielaufbau seiner Mannschaft. Die finalen Pässe kamen nicht an, die Offensive dadurch ohne Durchschlagskraft. Moral, Einsatz und Kampfgeist stimmten, das eine oder andere Mal agierte man aber übermotiviert. Ein Spielfluss kam deshalb nicht zustande. Die Gäste hatten mehr vom Spiel und profitierten dann in der 28.Minute von einem vollkommen unnötigen Foulspiel am Strafraum-Kanteneck. Der Freistoß von Fabian Glier (4.Saisontreffer) landete dann noch dazu unglücklich abgefälscht, im langen Eck. Die Härte im Spiel nahm gelegentlich zu, Keeper Zitt korrigierte einen eigenen Fangfehler noch so gerade, ehe die Gäste nach einer Ecke zu einem total freien Kopfball am Fünfer kamen. Der Fehler im Abwehrverhalten wurde Gott sei Dank nicht bestraft. Nach vorne ging aber auf Jettenbacher Seite relativ wenig zusammen. Der erste ungefährliche Torschuss nach gut 30 Minuten, der erste wirklich gefährliche Angriff kurz vor dem Halbzeitpfiff, als Loba eine Flanke quer durch den Fünfer jagte, Harih aber am hinteren Pfosten den Ball nicht traf. Waldhausen`s Keeper Stefan Oberbauer hatte eine ruhige erste Halbzeit. Seine Mannschaft ging mit einer knappen aber verdienten Führung in die Halbzeitpause.
Aus dieser kam die Spielvereinigung mit Pol für Zitt im Tor sowie mit Patrick Wieser und mit deutlich mehr Zug zum Tor. Man bestimmte fortan über die gesamte zweite Halbzeit mehr oder minder das Spielgeschehen. Was blieb waren die fehlende Durchschlagskraft, viele unsaubere Aktionen und damit wirkliche Topchancen. Die Gäste in einem Abnutzungskampf nach vorne nur mit einem nennenswerten Abschluss, als Jonas Seidl Keeper Pol zu einer Glanzparade zwang. Auf der Gegenseite hatte Torhüter Oberbauer mehr zu tun als in der ersten Spielhälfte. So parierte er u.a. einen Freistoß von Ciurdaru und auch bei einem Loba-Schuss war er zur Stelle. Jettenbach drückte, aber zwingende „saubere“ Aktionen blieben doch Mangelware. Man agierte über weite Strecken zu hektisch, zu umständlich um die stabile Deckung der Gäste vor Probleme zu stellen. Hütter und Co. verteidigten mit Leidenschaft den knappen Vorsprung. Trotz einer gut zehnminütigen Überzahl in der Schlussphase schafften Schmalzgruber und Co. den Ausgleichstreffer nicht mehr. Es war gegen einen durchaus zu bezwingenden Gegner über die gesamte Spielzeit gesehen, eben einfach zu wenig, was man an diesem Abend auf den Rasen brachte.
Fazit:
Der Bayerische Fußballverband schrieb in seinem Algorithmus-Vorbericht zum Spiel: Die Vorzeichen versprechen ein Duell auf Augenhöhe! Letztlich war es auch so. Nuancen entschieden das Spiel für die Gäste, die in der ersten Spielhälfte die bessere Mannschaft waren, während die Spielvereinigung die zweite Halbzeit doch deutlich bestimmte. Die Kufner-Elf muss mit dem nächsten Nackenschlag leben und damit umgehen. Man ist nach 6 Spielen noch ohne Punkt und damit schon etwas abgeschlagen. Aber noch sind 16 Spiele zu absolvieren. Die Flinte deshalb schon ins Korn zu werfen, wäre absolut verfrüht, wenn man auch auf Seiten der Mannschaft und der Fans sich mehr vom bisherigen Saisonverlauf versprochen hat. Die Fakten lügen eben nicht. Konnte man im Spiel gegen Schonstett in der Offensive überzeugen und dafür in der Abwehr deutliche Defizite feststellen, war es im Spiel gegen Waldhausen genau andersherum. Man erlaubte sich in der Abwehr nur wenige Fehler – allerdings hatte Schonstetts Angriff wesentlich mehr zu bieten als die Waldhausener Offensive – dafür hatte man im Sturm wieder die Probleme der vorangegangenen Spiele.
Konstanz in allen Mannschaftsteilen wäre angesagt!
Am kommenden Sonntag den 11.Oktober wartet auf die Spielvereinigung das Schwergewicht FC Maitenbeth. Spielbeginn ist um 14.00 Uhr auf dem Maitenbether Sportplatz. Bisher gab es dort wenig zu holen. Aber warten wir ab, so mancher Totgesagte ist wieder aufgestanden.
Jettenbach – 02.Oktober 2026
Bericht: Peter Schillmaier
Wichtiger Hinweis!
Unsere Damenmannschaft bestreitet am Samstag den 10.Oktober um 13.00 Uhr das Bezirksliga-Auswärtsspiel beim FC Gerolfing (nähe Ingolstadt). Dafür wird ein Bus eingesetzt. Die Mannschaft würde sich über eine zahlreiche Mitreise von Fans freuen. Der Fahrpreis beträgt 20 Euro, die Abfahrt ist für 9.00 Uhr am Parkplatz beim Feuerwehrhaus festgelegt.
Anmeldungen nehmen Romina Weißenberger und Franz Mußner jun. entgegen. Unterstützt unsere Mädels bei diesem Spiel und seid dabei.