Spielvereinigung gewinnt mit 4:1 gegen den SV Genc.Wasserburg
Die Überraschung – ja Sensation – des 19.Spieltages in der A-Klasse Gruppe 3 lieferte die Spielvereinigung mit dem verdienten 4:1 gegen den hohen Favoriten aus der Kreisstadt Wasserburg. Im Hinspiel bei der 12:1 Niederlage noch brutal abgewatscht, überzeugte die Cuedan-Truppe im Rückspiel, lieferte eine tolle Leistung ab und hat dank der Waldhausener Schützenhilfe gegen den TSV Soyen nunmehr wieder alle Karten in der Hand, um doch noch den fast schon sicher geglaubten Abstieg zu entgehen. Die Jettenbacher Fans mussten sich aufteilen, denn zeitgleich trat die Damenmannschaft zum Auswärtsspiel in Schechen an und feierte mit dem 5:1 ebenfalls einen wichtigen Dreier. Jettenbacher Fußballherz was willst du mehr. Die lange Zeit als Titelfavorit gehandelte Mannschaft von Coach Dominik Süßmaier erlebte in Jettenbach ein kleines Debakel. Nur einmal in dieser Saison kassierte man mehr Gegentreffer, bei der 5:0 Niederlage in Edling. Die Zuschauer in Jettenbach sahen einige Traumtore und dies von einer Offensivabteilung, die bisher kaum traf und als laues Lüftchen abgestempelt wurde. So kann man sich manchmal täuschen. Alles läuft nun auf einen Showdown am 23.Mai in Jettenbach hinaus, wenn Gottwald und Co. den TSV Soyen zum ultimativen „Endspiel“ empfangen. Am kommenden Wochenende haben beide Teams schwere Aufgaben vor der Brust. Soyen hat den Tabellenführer aus Forsting/Pfaffing zu Gast und die Spielvereinigung muss zum Lokalderby, bei der zweiten Mannschaft der Veilchen aus Aschau antreten. Spielbeginn in Aschau ist um 17.00 Uhr.
Spieldaten:
Ergebnis: 4:1 (2:0)
Tore: 1:0 (27.Min.) Iulian Stoica – 2:0 (34.Min.) Maximilian Mussner – 2:1 (56.Min.) Rami Zaraket – 3:1 (66.Min.) Liviu Pantea – 4:1 (90+6.Min.) Florian Mittermaier
Schiedsrichter: Markus Stocker, TSV St.Wolfgang (Kreisklasse-Gruppe Erding)
Mit kleinlicher Spielleitung. Verteilte 10 gelbe Karten, von denen eine große Anzahl nicht nötig gewesen wäre. Insgesamt eine solide Leistung;
Gelbe Karten:
SpVgg Jettenbach: Florian Asanger, Patrick Wieser, Danis Glamocic, Iulian Stoica, Flavius Cuedan;
SV Genc.Wasserburg: Roland Vogel, Ali Pala, Lion Tahiri, Ferhat Cindir, Vesel Smajli;
Besonderheiten:
Jettenbach`s Sebastian Gottwald scheitert mit Foulelfmeter an Keeper Richard Vogel (22.Min.)
Die Mannschaft der Spielvereinigung lief zum Gedenken an den verstorbenen Michael Kufner mit Trauerflor auf. Vor dem Spiel gab es zudem eine Gedenkminute;
Aufstellungen:
SpVgg Jettenbach:
Alexandru Pol, Florian Asanger, Sebastian Gottwald (C), Raphael Kufner, Danis Glamocic (ab 68.Min. Anton Hannak), Artur Begert (ab 64.Min. Thomas Mittermaier – ab 71.Min.Flavius Cuedan), Emanuel Ciudaru, Liviu Pantea (ab 75.Min. Florian Mittermaier), Maxi Mußner (ab 96.Min. Gerfried Friedrich), Patrick Wieser, Iulian Stoica;
Trainer: Dan Cuedan
SV Genc.Wasserburg:
Roland Vogel, Ali Pala, Dogukan Cicek, Ömer Sensoy, Lion Tahiri (ab 74.Min. Ilker Serbeci), Rami Zaraket, Ferhat Cindir, Erlind Bajrami, Vesel Smajli (ab 68.Min. Avdyl Gashi), Altin Abazi, Enes Samur (ab 60.Min. Alexander Eberle);
Trainer: Dominik Süßmaier
Spielbericht:
Als krasser Außenseiter ging die Spielvereinigung in das Spiel, als strahlender Sieger verließ man nach dem Schlusspfiff den wieder einmal bestens präparierten Rasen. Was kaum einer für möglich hielt, trat ein. Nach spannenden 100 Minuten mit Auf`s (tolle Tore) und Ab`s (viele Verletzungen, verschossener Elfmeter) ging die Cuedan-Elf als absolut verdienter Sieger vom Platz. Jettenbach`s vor einigen Tagen verstorbener Fußball-Heroe Michael Kufner dürfte es von seinem neuen Reich mit einem verschmitzten Lächeln gesehen haben. Die Gäste trotz einer bescheidenen Rückrunde (3 Siege-2 Niederlagen-1 Remis) und trotz des Fehlens ihrer beiden Hinrunden Toptorjäger Irfan Selimovic (ging zum TSV Ampfing –im Hinspiel 7-facher Torschütze) und Cüneyt Pala, reisten dennoch als klarer Favorit an den Inn. Zu schwach die Leistungen der Cuedan-Truppe im bisherigen Saisonverlauf. Wenn etwas Hoffnung für die Truppe um Kapitän Sebastian Gottwald bestand, dann der Blick auf die Auswechselbank, wo man stärker als in den bisherigen Spielen bestückt war. Es fehlte Michael Gottwald, der es vorzog seine Kraft den Äckern dieser Erde zu widmen, als seinen Kameraden beizustehen. Die Zuschauer sahen in der ersten Spielhälfte das sicherlich bisher beste Saisonspiel der Cuedan-Truppe. Obwohl die Partie in der Anfangsphase ausgeglichen war, lagen die offensiven Akzente eindeutig auf Seiten der Spielvereinigung. Die erste Chance bot sich nach einer Weiterleitung von Pantea, Maxi Mußner der, statt den Abschluss zu suchen, einen Fehlpass nach innen fabrizierte. Danach hatte der erstmals nach längerer Zeit wieder aufgelaufene Iulian Stoica eine Doppelchance (1xTorwart-1x drüber), ehe sich auch noch Patrick Wieser eine weitere gute Abschlussmöglichkeit bot. Er schoss zu überhastet über das Tor. Jettenbach`s Abwehr um einen überragenden Raphael Kufner (99-prozentiger Zweikampfsieger) und die ebenfalls konsequent arbeitenden Asanger, Gottwald und Glamocic ließ nicht viel zu. Nur zwei Schüsse – beide jeweils am langen Eck vorbei – wurden den Gästespielern erlaubt. Torhüter Pol konnte im Gegensatz zu den bisherigen Spielen einen entspannten Nachmittag genießen. Ein strammer Abschluss von Pantea verfehlte das Gästetor knapp, ehe Patrick Wieser nach Zuspiel von Pantea im Strafraum unstrittig von den Beinen geholt wurde. Der Referee zeigte auf den Punkt, Kapitän Gottwald übernahm die Verantwortung, scheiterte aber Gästekeeper Vogel, der die Ecke erahnte und den halbhoch geschossenen Ball entschärfen konnte. Dennoch blieb die Spielvereinigung am Drücker. Als Wieser aus der Drehung abzog, war nochmals der Wasserburger Keeper die Endstation. Chancenlos war er dann in der 27.Minute, als eine schöne Kombination über Pantea und Glamocic zu Stoica kam, der beim Abschluss nicht lange fackelte und die Kugel ins lange Eck setzte. Eine mittlerweile absolut verdiente Führung, die dann Maxi Mußner in der 34.Minute ausbaute, als er nach Doppelpass mit Pantea per eleganten Heber über den herausgeeilten Vogel aus 16 mtr. ins Netz traf. Die technisch starke Gästeelf verzeichnete vor dem Pausenpfiff nur mehr einen Abschluss durch einen Distanzschuss von Ali Pala, der jedoch das Ziel doch um einige Meter verfehlte. Auf der Gegenseite wurde noch ein Doppelpack von Wieser entschärft. Der erste Schuss wurde geblockt, der Nachball vom Torhüter entschärft. Die Zuschauer staunten beim Pausenpfiff nicht schlecht. Die Cuedan-Truppe verteidigte konzentriert, die Offensive traf und neben dem Kampfgeist war auch nach langer Zeit wieder spielerische Klasse zu sehen.
Während es in der Gästekabine in der Halbzeitpause laut wurde, gab Trainer Cuedan seiner Mannschaft im Freien die Tipps für ein erfolgreiches Spiel mit auf dem Weg. Allerdings begann seine Mannschaft die zweite Spielhälfte zu abwartend. Man überließ den Gästen das Spiel, agierte zu passiv. Die Bestrafung in der 56.Minute, wobei die Entstehung des Treffers durchaus kurios war. Artur Begert wurde an der Außenlinie gefoult, wartete liegend auf den Pfiff und griff dadurch auch nach dem Ball. Der Schiedsrichter wertete das ganze als Handspiel. Den anschließenden Freistoß in den Strafraum konnte man nicht klären und Zaraket sagte Danke! Die Gäste mit etwas Oberwasser, aber bald wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Ein gut angesetzter Freistoß von Gottwald wurde abgefälscht, ehe die Minute von Liviu Pantea schlug. Nach einem weiten Abstoß von Gottwald und anschließender Kopfballverlängerung von Wieser, setzte er aus gut 25 Meter den Ball in Weltklassemanier in die Maschen. Die Cuedan-Elf in der Folgezeit des Spieles vom Verletzungspech gebeutelt. Der für den verletzten Begert in die Mannschaft gekommene Thomas Mittermaier musste nach fünf Minuten ebenfalls verletzt wieder vom Platz. Auch Glamocic und Kapitän Gottwald erwischte es in der Folgezeit noch. Jettenbachs Abwehr fast komplett neuformiert. Nur Kufner und Asanger hielten noch die Stellung, Trainer Cuedan beorderte Wieser zurück und brachte Florian Mittermaier für die restliche Spielzeit. Eine ebenfalls kuriose Situation. Denn der Flo war zu Beginn des Spieles anwesend, musste wegen Bereitschaftsdienst dann aber zu seiner Arbeitsstelle, um in der Schlussphase wieder und sogar entscheidend einzugreifen. Dass nennt man Kameradschaftsgeist. Trainersohn Flavius Cuedan und Anton Hannak kamen in der Schlussphase ebenso wie Gerfried Friedrich. Wasserburg bestimmte das Spiel, strahlte aber in der Offensive keine große Gefahr aus. Nur ein freier Kopfball sorgte auf den Rängen für Unruhe. Stoica mit energischem Antritt und finalen Schuss am Tor vorbei, sorgte gegenüber für Gefahr, ehe der neue Hauptsportwart der Spielvereinigung Franz Mußner jun. seinen sportlichen „Orgasmus“ erleben durfte. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld und Pass in die Tiefe war es Florian Mittermaier, der im Fallen und mit letzter Energie den Ball aus 16 mtr. zur endgültigen Entscheidung ins Wasserburger Tor setzte. Auch die letzte Chance in der langen Nachspielzeit (Trinkpausen, Verletzungsunterbrechungen) hatte die Spielvereinigung. Als Mittermaier erneut durchbrach, wurde sein Schuss geblockt, den Nachschuss von Stoica entschärfte dann Gästekeeper Vogel, der zu den besten Akteuren seines insgesamt enttäuschten Teams gehörte.
Fazit:
Dank einer engagierten und im bisherigen Saisonverlauf noch nicht gesehenen Leistung, gelang ein verdienter Sieg gegen die Wasserburger Gäste, die nach der Begegnung doch sichtlich an der Niederlage zu knabbern hatten. Mit dem zweiten Saisonerfolg ist die Türe für die Cuedan-Truppe aufgegangen. Man ist nunmehr 2 Punkte vor dem Mitkonkurrenten aus Soyen und hat es erstmals selbst in der Hand durch die Türe durchzugehen. Kann man an die Leistung gegen Wasserburg anknüpfen, ist der Schritt zum Klassenerhalt möglich. Aber auch Soyen wird alles was man hat, in die Waagschale werfen. Es ist also noch ein weiter Weg. Man hat noch die Auswärtsspiele in Aschau und Albaching (kleiner Angstgegner) und das Heimspiel gegen Soyen. An diesem besagten Pfingstsamstag muss die Hütte in Jettenbach lichterloh brennen. Alle, aber auch wirklich alle Fans, sollten die Mannschaft in dieser richtungsweisenden Begegnung für die Fußballer der Spielvereinigung unterstützen. Was wäre das für eine Sache, sollte die Herrenmannschaft doch noch die Klasse erhalten und die Damen die Meisterschaft und den Aufstieg feiern können. Aber noch stehen 3 Spieltage für beide Teams auf dem Programm. Die Spannung steigt im Jettenbacher Lager. Man kann beiden Mannschaften auf ihren weiteren Weg nur viel Glück wünschen.
Jettenbach – 9.Mai 2026
Bericht: Peter Schillmaier