Wochen der Wahrheit beginnen mit weiterer Niederlage

Spielvereinigung unterliegt in Oberndorf mit 0:2

Erneute Schneiderfahrt für die Fußballer und Fans der Spielvereinigung. Beim SV Oberndorf gab es eine 0:2 Niederlage. Die Oberndorfer, letzte Saison nur haarscharf am Kreisklassenaufstieg vorbeigeschrammt und in der laufenden Spielzeit, nachdem mit Michael Linner (25 Treffer) und Hans Müller (14 Treffer) zwei Torjäger nicht mehr dabei sind, mit vielen Fragezeichen, haben den Klassenerhalt damit sicher, während für die Spielvereinigung die Situation immer brenzliger wird. Es verbleiben nur mehr 4 Spiele in denen man sich aus der Schlinge, die sich immer enger zuzieht, befreien kann. Am kommenden Samstag wartet um 15.00 Uhr in Jettenbach der spielstarke SV Genclerbirligi Wasserburg auf die Cuedan-Truppe. Bis dahin muss man die Niederlage aus den Köpfen kriegen und wenn möglich neues Selbstvertrauen aufbauen. Es geht nur mit Leidenschaft und Kameradschaft. Spielerisch war man auch in Oberndorf unterlegen. Der Sieg der Gastgeber letztlich verdient. Der SVO nutzte zwei Mal die Abwehrschwächen der Jettenbacher konsequent, hatte zudem noch mehrere Möglichkeiten zur Erhöhung des Ergebnisses. Die Mannschaft um Kapitän Sebastian Gottwald ein weiteres Mal in der Offensive äußerst harmlos und mit der nächsten Nullnummer.

Spieldaten:

Ergebnis: 2:0 (2:0)

Tore: 1:0 (6.Min.) Christoph Bauer – 2:0 (41.Min.) Daniel Lindlmeier

Zuschauer: 60

Schiedsrichter: Jürgen Reinelt, FC Grünthal

Passte sich dem schlechten Niveau der Begegnung nahtlos an!

Gelbe Karten:

DJK SV Oberndorf: Fehlanzeige

SpVgg Jettenbach: Emanuel Ciurdaru, Raphael Kufner, El Mehdi Dkhissi;

Zeitstrafe:

SpVgg Jettenbach: Maximilian Mußner (44.Min.)

Aufstellungen:

DJK SV Oberndorf: Matthias Schwarz, Jonas Lindlmeier, Andreas Sattler, Josef Schneider, Florian Spindler, Dominik Lindlmeier, Andreas Langenfeld, Christoph Bauer, Stefan Hundschell (C), Daniel Lindlmeier, Johannes Pongratz;

Einwechselungen: Hannes Linner (62.Min.), Thomas Gritscher (62.Min.)

Trainer: Timur Tepedelen

SpVgg Jettenbach:

Alexandru Pol, Florian Asanger, Thomas Mittermaier, Emanuel Ciurdaru, Anton Hannak, Patrick Wieser, Maximilian Mußner, Dans Glamocic, Raphael Kufner, Sebastian Gottwald,

Michael Gottwald;

Einwechselungen: El Mehdi Dkhissi (40.Min.), Martin Kempa (46.Min.), Alexander Harih (70.Min.), Jasmin Pedljic (60.Min.);

Trainer: Dan Cuedan

Spielbericht:

Während Jettenbachs Coach Dan Cuedan bei der Vorbesprechung gegenüber seiner Elf die „Vereinsehre“ ins Spiel brachte, war es auf der anderen Seite Oberndorf`s Kapitän Stefan Hundschell, der seinen Kameraden sagte, dass er nichts negatives hören will. Man spürte bei beiden Teams eine gewisse Anspannung, die sich auch in den ersten Minuten auf dem beinharten und auch sehr unebenen Untergrund entsprechend widerspiegelte. Nervös und zerfahren begann die Partie, die dann bereits in der 9.Minute einen ersten, für die Spielvereinigung negativen Höhepunkt hatte. Der zu Beginn des Spieles unkonzentriert wirkende Danis Glamocic hatte bei einem Laufduell gegen Daniel Lindlmeier keine Chance und dessen anschließende Flanke verwandelte Christoph Bauer mittig souverän. Auch Bauer beim Abschluss mehr oder minder unbedrängt im Strafraum. Fehler werden sofort bestraft. Beide Mannschaften auch in der Folgezeit mit großen Problemen zu einem vernünftigen Spiel zu finden. Das Geschehen auf dem Platz in der Mehrheit zwischen den Strafräumen. Der Cuedan-Elf gelang in der ersten Spielhälfte nur eine einzige schöne Ballstafette, als Mußner und Mittermaier auf der Außenbahn vorbereiteten, im Strafraum dann Kufner den Ball nicht richtig traf und die zweite Chance Anton Hannak doch relativ deutlich verzog. Hier wäre der Ausgleich möglich gewesen, denn ansonsten hatten Wieser, Gottwald und Mußner in der Offensive wenig zu bestellen. Es fehlte wie so oft in dieser Saison die Durchschlagskraft aber auch die nachrückende Mittelfeldachse um für mehr Gefahr sorgen zu können. Oberndorf`s Keeper hatte während der ersten Halbzeit nur eine einzige Aufgabe, als er einen harmlosen Distanzschuss von Hannak in die Hände aufnahm. Auch die Gastgeber, die ja in der letzten Saison neben Forsting die torhungrigste Mannschaft der Liga stellten, hatten wenig sehenswertes zu bieten. Dennoch hieß es zum Halbzeitpfiff 2:0 für das Heimteam. Scheiterte zuerst Jonas Lindlmeier nach ausbleibenden Abseitspfiff mit einer Topchance am glänzend reagierenden Pol, so hatte Daniel Lindlmeier kurz darauf leichtes Spiel. Erneut war Glamocic nicht auf der Höhe des Geschehens. Der Schuss des Oberndorfer Angreifers hoppelte buchstäblich ins lange Eck. Passend dazu noch die Maulerei von Maxi Mußner, der mit einer Zeitstrafe vom Feld musste.

Fazit einer wenig erbauenswerten ersten Halbzeit:

3 Torschüsse Oberndorf = 2 Treffer

2 Torschüsse Jettenbach = 0 Treffer.

Als Emanuel Ciurdaru mit einem sehenswerten und nur knapp nicht erfolgreichen Distanzschuss die zweite Halbzeit eröffnete, keimte kurz Hoffnung im Jettenbacher Lager auf. Sollte doch noch etwas gehen? Trainer Cuedan reagierte zur Halbzeit, beorderte Kufner, der als einer der wenigen in der ersten Halbzeit etwas Struktur ins Spiel brachte, mehr in die Offensivabteilung und Wieser mehr in die Defensive. Das Spiel über die gesamte zweite Spielhälfte ausgeglichen, aber spielerisch weiterhin auf sehr dürftigem Niveau. Es wurde fleißig gemeckert, das eine oder andere Mal gab es auch beiderseits etwas auf die Knochen, der Frust hielt Einzug. Fußballerisch war es kein Leckerbissen, was den Zuschauern von beiden Teams geboten wurde. Während sich die Kicker von Dan Cuedan weiterhin sehr schwer taten um offensiv zumindest im Ansatz Akzente zu setzen, hatten die Gastgeber die eine oder andere Chance. So verzog Linner einen freien Kopfball doch deutlich, ehe Keeper Pol mit einem weiteren sehenswerten Reflex gegen Hundschell die vorzeitige Entscheidung verhinderte. Gottwald und Co. zwar bemüht, aber ohne das nötige Handwerkszeug, um auch nur ansatzweise gefährlich zu werden. Auf der anderen Seite boten sich den Gastgebern weitere Möglichkeiten um das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. So hatte Linner – erneut forderte man vergeblich einen Abseitspfiff – allein vor der Kiste den Treffer auf dem Fuß und als der ebenfalls eingewechselte Gritscher aus der Distanz abzog, war erneut Pol, der übergreifen musste, der Sieger. „Alles für die Null hinten Männer“, so der Appell eines Oberndorfer Spieler an seine Kameraden in den Schlussminuten. Es brannte nichts mehr an, die Jettenbacher Torflaute sowohl gegenüber Oberndorf (die letzten 4 Spiele gegeneinander damit alle zu Null für Oberndorf) als auch in der laufenden Ligasaison, hielt leider an.

Fazit:

Zahlen lügen nicht! 15 erzielte Treffer (davon 2 Eigentore des Gegners) in 16 Spielen zeigen deutlich auf, wo es hakt. Und obwohl man gegenüber der Vorrunde keine hohen Klatschen mehr kassiert, ist auch die Abwehr mit 70 Gegentreffer in den besagten 16 Spielen weiterhin nicht stabil genug, um zumindest die Null halten zu können. Deshalb setzte es in Oberndorf die 13 Saison-Niederlage. Dass man dennoch noch eine Chance auf dem Klassenerhalt hat, liegt einzig und allein am TSV Soyen (alle weiteren Mannschaften sind durch), der sich aber in den letzten Jahren stets erfolgreich gegen den Abstieg gewehrt hat. Man muss in den kommenden Spielen noch ein/zwei Schippen in allen fußballerisch wichtigen Belangen drauflegen, um Punkte einzufahren. Ein Sieg im direkten Vergleich – auch der ist ja überhaupt nicht sicher – wird nicht reichen. Deshalb sofort Kopf hoch, trainieren – was ja leider die wenigsten machen – und mit Leidenschaft und voller Überzeugung in die nächsten Partien. Noch Jungs, habt ihr es in der eigenen Hand!

Oberndorf – 3.Mai 2026

Bericht: Peter Schillmaier