Historischer Erfolg der Inn-Damen

Erster Bezirksligasieg unter Dach und Fach

Mit dem 2:0 Auswärtserfolg beim SV Geroldshausen und damit den ersten Bezirksligaerfolg, haben die Damen der SG Jettenbach/Gars ein neues Kapitel in der Vereinsgeschichte geschrieben. Der erste Hopfen ist damit eingefahren. Der Jubel nach dem Schlusspfiff entsprechend riesengroß. Auch einige Edelfans machten sich auf die Reise zum zweitweitesten Auswärtsspiel. Geroldshausen – ein 800 Seelenort – liegt in der schönen Hallertau bei Wolnzach im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm gelegen. Eine Reise, die sich am Kirchweihsonntag lohnte. Mit nunmehr 5 Punkten auf dem Konto, schaffte die Annabrunner-Elf den Anschluss an das Mittelfeld. Bereits am kommenden Freitag wartet die nächste schwere Aufgabe für die Elf um Kapitänin Lea Marx. Mit der Spielvereinigung Attenkirchen reist der aktuelle Tabellendritte an den Inn. Spielbeginn ist um 19.00 Uhr in Jettenbach. Eine interessante Begegnung, die sich die Fans nicht entgehen lassen sollten.

Spieldaten:

Ergebnis: 0:2 (0:1)

Tore: 0:1 (4.Min.) Lea Marx – 0:2 (49.Min.) Laura Holzner

Schiedsrichter:

Robert Scherrer, SpVgg Steinkirchen (SR-Gruppe Pfaffenhofen)

Zuschauer: 50

Gelbe Karten:

SV Geroldshausen: Fehlanzeige

SG Jettenbach/Gars: Lisa Winterer

Aufstellungen:

SV Geroldshausen:

Tina Wolter, Natalie Peters, Alena Huber, Amy Täckelburg, Katrin Kaindl, Katrin Federl, Alexandra Deml (C), Amelie Bauer, Melanie Schader, Natalie Häußler, Stella Täckelburg;

Eingewechselt:

Tessa Kämpf, Lilly Leppmeier, Emily Bobrowski (alle 70.Min.)

Trainer: Stephan Lechner

SG Jettenbach/Gars:

Christina Roß, Laura Holzner, Nadine Negele, Lisa Winterer, Katharina Schmidinger, Simone Wastlhuber, Lea Marx (C), Romina Weißenberger, Marlene Sterflinger, Lea Zellner, Sharina Laggerbauer;

Eingewechselt:

Mirjeta Ramizi (30.Min.), Lena Gospic (88.Min.);

Trainer: Christoph Annabrunner

Spielbericht:

Trotz zweier Niederlagen und zweier Remis im bisherigen Saisonverlauf, fuhren die Inn-Damen mit Optimismus nach Geroldshausen. Man konnte wieder auf Laura Holzner, Katharina Schmidinger und Simone Wastlhuber zurückgreifen. Dafür fehlten allerdings Nina Lorenz, Alexandra Bichlmeier und Sabrina Riemann aus dem Kader des Spiels in Gerolfing. Die Ersatzbank damit wieder einmal sehr dünn besetzt. Je nach Fahrtstrecke über die Autobahn oder über die Bundes- und Landstraßen, liegen zwischen 98 und 121 Kilometer zwischen den beiden Orten. Es hieß deshalb wieder einmal früh aufzustehen und hellwach zu sein. Der Gegner wie die SG-Frauen Neuling in der Bezirksliga. Geroldshausen wurde ungeschlagen mit 15 Siegen und 1 Remis sowie einem Torverhältnis von 73:8 Meister in der Kreisliga des Kreises Donau/Isar. Mit 2 Remis, einem Sieg und einer Niederlage nach den ersten 4 Spielen gelang der Lechner-Elf auch der Einstieg in die Bezirksliga etwas besser als den Inn-Damen. Keine leichte Aufgabe also für die Annabrunner-Elf, der jedoch ein Blitzstart gelang. Nach einem Eckball-Festival gelang bereits in der 4.Minute das 1:0. Im Anschluss an die vierte Ecke in Folge legte Lisa Winterer für Romina Weißenberger auf, die per Rückpass Lea Marx anspielte. Die anschließende Bogenlampe der lange verletzten Spielführerin, landete unter der Querlatte und damit unerreichbar für Keeperin Tina Wolter. Der Führungstreffer stärkte das Selbstvertrauen, die Inn-Damen bestimmten mehr oder minder das Spielgeschehen, das sich überwiegend zwischen den beiden Strafräumen abspielte. Nach einer schönen Kombination traf Lisa Winterer nur das Gebälk und bei einer weiteren Chance verzog Romina Weißenberger nur knapp. Das 2:0 wollte aber nicht fallen. Die SG-Frauen nur in Gefahr, wenn man im Mittelfeld das Spielgerät leichtfertig vertändelte. Torfrau Christina Roß jedoch nicht zu überwinden, zudem stand Katharina Schmdinger wie eine Bank im Zentrum der Abwehr. Wir haben aus der Überlegenheit zu wenig gemacht, so dass Halbzeitfazit von Berichterstatterin Helga Mittermeier, die sich aber zufrieden mit der Vorstellung in der Hopfenlandschaft zeigte.

Wie in der ersten Halbzeit erwischten Winterer und Co. auch nach Wiederanpfiff die Gastgeberinnen sofort auf dem falschen Fuß. Nadine Negele schickte Sharin Laggerbauer auf die Reise. Den Querpass versenkte Laura Holzner trocken und unerreichbar ins Geroldshausener Netz. Eine kleine Vorentscheidung. Denn auch im Anschluss hatten die Inn-Damen die besseren Chancen. Das 3:0 will einfach nicht fallen, so Mittermeier in ihren WhatsApp-Audio-Mitteilungen. Chancen dazu hatten u.a. Mirjeta Ramizi, Sharina Laggerbauer, Laura Holzner (Alleingang), Kathi Schmidinger (Rückraumschuss) und Marlene Sterflinger. Allerdings erlaubte man auch den Gastgeberinnen die eine oder andere Chance. So hatte man bei einem Lattenschuss das berühmte Quäntchen Glück und was sonst noch auf das Gehäuse der SG-Frauen kam, bereinigte Keeperin Roß in souveräner Manier. Der Lohn für die starke Vorstellung, das erste zu Null-Spiel (sogenannter Shutout) in der Saison. Die Inn-Damen zeigten über weite Strecken der Begegnung eine souveräne Vorstellung und behielten auch in der Schlussphase die Übersicht und Hoheit auf dem Rasen.

Fazit:

Die Annabrunner-Elf hatte die Begegnung über die gesamte Spielzeit mehr oder minder unter Kontrolle, vergaß jedoch den Sack frühzeitig zuzumachen. An der Effizienz heißt es weiterhin zu arbeiten. Auch die eine oder andere Leichtsinnigkeit im Spielaufbau heißt es abzustellen. Stärkere Mannschaften bestrafen dies sofort, wie die bereits absolvierten Partien gezeigt haben. Insgesamt befindet sich die Mannschaft aber auf den richtigen Weg um auch in den restlichen Partien bis zur Winterpause bestehen zu können. Nach Attenkirchen warten die DJK Otting (A), die SG Babensham/Eiselfing/Waldhausen (H) sowie der SV Kay (A) auf die Inn-Damen.

Allesamt keine leichten Aufgaben. Aber will man die Klasse erhalten, heißt es auch in bei diesen Begegnungen den einen oder anderen Punkt mitzunehmen und sich einen „Winterspeck“ zuzulegen.

Geroldshausen -18.Oktober 2026

Bericht: Peter Schillmaier/Helga Mittermeier