Die Spielvereinigung trauert um Michael Kufner
Ein Fußball-Heroe ist von uns gegangen
Mit Michael Kufner verliert die Sportfamilie der Spielvereinigung nicht nur ein Mitglied mit der längsten Vereinszugehörigkeit – der Michi trat am 1.Januar 1954 in unseren Verein ein – sondern einen Menschen der mit voller Leidenschaft den Fußballsport in Jettenbach über viele Jahrzehnte prägte. Für sein außerordentliches Engagement erhielt Michael Kufner mehrere hohe Auszeichnungen vom Bayerischen und Deutschen-Fußballverband.
Der „Bumski“ wie er von seinen früheren Kameraden liebevoll genannt wurde, begann nach einigen Jahren in der Jugend mit 17 Jahren in der Saison 1956/1957 seine fußballerische Laufbahn in der ersten Mannschaft der Spielvereinigung, die er auch lange Zeit als (Ehren) Kapitän anführte. Insgesamt bestritt Michael Kufner 534 Spiele in der ersten (502 Spiele) – und zweiten (32 Spiele) Mannschaft und erzielte dabei 145 Tore. Zahlreiche Aufstiege aber auch der einen oder anderen Abstieg prägte die Karriere des Michi, der seine Laufbahn nach der Saison 1973/1974 beendete. Beim Aufstieg der Mannschaft in die B-Klasse eine Saison zuvor, führte er seine Kameraden noch als Kapitän an. Auch die Alten Herren prägte er nach seinem Ende in der ersten Herrenmannschaft noch einige Jahre mit. 150-mal streifte er sich noch deren Trikot über. Dabei erzielte der Mittelfeldspieler weitere 44 Tore.
Noch vor seinem Ende als aktiver Spieler in der Herrenmannschaft absolvierte der Michi 1973 einen Schiedsrichterkurs, der ihn auf viele Plätze im Bezirk Oberbayern und darüber hinaus führte. Der Mann an der Pfeife und später auch an der Linie sowie anschließend als Beobachter überzeugte auch hier mit seinem Sportgeist und seiner Fairness. Er kümmerte sich auch um den eigenen Schiedsrichternachwuchs, führte und begleitete die „Neulinge“ in ihrer Entwicklungsphase. Michi blieb bis zu seinem Ableben am 7.Mai und damit über 50 Jahre der Schiedsrichtergruppe Inn/Salzach treu. Doch damit nicht genug. 10 Jahre – von der Saison 1972/1973 bis zur Saison 1981/82 – war er mehrmals in der Woche und an den Wochenenden mit Nachwuchsmannschaften auf dem Sportplatz. Er vermittelte von der C-bis zur A-Jugend vielen Jugendlichen mit Geduld und Aufmerksamkeit das 1×1 des Fußballsports, lebte ihnen zudem dessen menschliche Werte vor. Auch viele Jugendliche aus anderen Nationen durften bei ihm erste Schritte auf deutschen Fußballfeldern machen. Integration war für den Michi kein Thema, sondern eine Selbstverständlichkeit.
Michi, der von seiner geliebten Ehefrau Fini stets tatkräftig unterstützt wurde, freute es sehr, dass seine Söhne Michael und Alexander sowie Enkel Raphael ebenfalls das Jettenbacher Trikot trugen. Er war für Generationen von Jettenbacher Fußballern, auch für den Verfasser dieses Nachrufes, ein Vorbild, Mentor und Kamerad. Der Fan der Münchner Löwen liebte und lebte die Kameradschaft. Viele Feste, Ausflüge und Ereignisse begleitete er mit seinem Humor. Auch die Jettenbacher Tennisfamilie lernte den sportlichen Michi, der zudem das Wandern, das Radeln und das Schwimmen liebte, als besonderen Menschen und talentierten Sportler kennen.
Die Spielvereinigung Jettenbach verneigt sich vor einem tollen Menschen und Mitglied, den es sehr, sehr viel zu verdanken hat. Der gelernte Brauer und „Törring`aner“ hatte das grün-weiße Blut in seinen Adern.
Danke und Pfiat di Michi – deine Spielvereinigung-Familie
Am Mittwoch den 10.Juni wird in der Pfarrkirche in Grafengars um 19.00 Uhr ein Rosenkranz gebetet. Der Trauergottesdienst mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Freitag den 12.Juni um 14.00 Uhr ebenfalls in Grafengars statt.