Favoriten etwas geärgert – mehr aber nicht!

Spielvereinigung unterliegt Tabellenführer Forsting mit 0:3

Die Ausgangslage vor der Begegnung sonnenklar. Die Spielvereinigung der klare Underdog und bei vielen Fans ging es nur um die Höhe der Niederlage. Diese fiel dank einer couragierten Vorstellung human aus. Trotz Unterzahl ab der 30.Minute (Ampelkarte für Thomas Mittermaier) und in der zweiten Spielhälfte teilweise zu Neunt (Zeitstrafe Emanuel Ciurdaru), schlug sich die Cuedan-Elf (der Trainer gab nach dem Spiel seinen Rücktritt nach Saisonende bekannt – wechselt in den Juniorenbereich des SV Aschau) wacker. Der Tabellenführer tat sich schwer seine Überlegenheit in Tore umzumünzen. So stand nach dem pünktlichen Schlusspfiff des Unparteiischen ein 0:3 auf der Anzeigentafel, mit dem beide Seiten leben können. Forsting bleibt an der Tabellenspitze, spielt um den Aufstieg mit, während die Spielvereinigung im Tabellenkeller verbleibt und weiter um den Abstieg spielt. Die restlichen Saisonspiele werden zeigen, wo der Weg für beide Teams hinführt. Für die Spielvereinigung steht am kommenden Sonntag den 26.April um 14.00 Uhr das schwere Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten SG Ramerberg/Rott (Spielort: Ramerberg) an. Auch hier werden die Trauben nach Adam Riese für die Spielvereinigung extrem hoch hängen. Aber jedes Fußballspiel ist erst nach dem „Amen“ des Unparteiischen entschieden.

Spieldaten:

Ergebnis: 0:3 (0:3)

Tore: 0:1 (19.Min.) Quirin Stillner – 0:2 (23.Min.) Lukas Starringer – 0:3 (26.Min.) Quirin Stillner;

Zuschauer: 70

Schiedsrichter: Oliver Kis, FC Töging (Kreisliga)

Leistete sich beiderseits einige falsche Abseitspfiffe, ließ auch bei der Ampelkarte das Fingerspitzengefühl vermissen, leitete die Begegnung aber ansonsten sicher und souverän.

Ampelkarte: Thomas Mittermaier- SpVgg Jettenbach (30.Minute)

Zeitstrafe: Emanuel Ciurdaru-SpVgg Jettenbach (69.Minute)

Gelbe Karten:

SpVgg Jettenbach: Thomas Mittermaier, Emanuel Ciurdaru, Maximilian Mußner;

SV Forsting/Pfaffing: Max Mietusch, Lukas Starringer, Christian Wiedemann (vom Referee nicht vermerkt);

Aufstellungen:

SpVgg Jettenbach:

Alexandru Pol, Florian Asanger, Thomas Mittermaier, Emanuel Ciurdaru, Florian Mittermaier, Patrick Wieser, Maximilian Mußner, Danis Glamocic, Sebastian Gottwald (C), Liviu Pantea, Artur Begert;

Einwechselungen:

Martin Kempa (46.Min.), Anton Hannak (57.Min.), El Mehdi Dkhissi (61.Min.), Marius Loba (63.Min.);

Trainer: Dan Cuedan

SV Forsting/Pfaffing:

Marco Gnatzy, Max Mietusch, Michael Grabl, Christian Maisch, Max Haneberg, Quirin Stillner, Lukas Starringer, Martin Reich (C), Marinus Stillner, Benedikt Schwaiger, Maximilian Glas;

Einwechselungen:

Christian Wiedemann (28.Min.), Lennart Hiller (46.Min.), Felix Reihofer (46.Min.);

Trainer: Sebastian Edlbergmeier

Spielbericht:  

Welche Welten beide Vereine aktuell trennen, zeigt nicht nur ein Blick auf die Tabelle der A-Klasse 3 sondern auch auf die Kadergrößen. Die Gäste konnten nicht nur in Jettenbach auf eine gut bestückte Ersatzbank zurückgreifen, sondern hatten beim fast zeitgleichen Spiel ihrer zweiten Mannschaft in Taufkirchen ebenfalls noch mindestens 5 Spieler auf der Ersatzbank. Dagegen ist Jettenbachs Coach Dan Cuedan froh, Spieltag für Spieltag eine komplette Mannschaft auf das Spielfeld schicken zu können. Obwohl mit Raphael Kufner und Michael Gottwald (aus welchen Gründen auch immer) erneut zwei heimische Akteure aus der sogenannten Stammelf fehlten, konnte der Coach dieses Mal zumindest die Ersatzbank gut bestücken. Die Gäste verzichteten auf den Liga-Toptorjäger Jonas Traunsteiner (war nur auf dem Spielbericht vermerkt), der mit 16 Buden sogar mehr Treffer aufzuweisen hat, als die gesamte Jettenbacher Elf bisher traf. Gegen die Mannschaft aus dem Wasserburger Westen blieb man zum siebten Mal in den bisherigen 14 Saisonspielen ohne eigenen Treffer. Die Begegnung auf dem sehr gut zu bespielenden Grün entschied sich binnen 7 Minuten, als zwischen der 19.und 26.Minute die drei Treffer des Tages fielen. Ansonsten bestimmten die Gäste das Spielgeschehen mehr oder minder klar, obwohl ihnen im Strafraum der Jettenbacher wenig einfiel, um den Kantersieg aus dem Hinspiel (12:0) einen weiteren hinzuzufügen.

Vor einer etwas „schlappen“ Kulisse hatte in der 6.Minute Florian Mittermaier die erste Abschlusschance, als er nach einer sehenswerten 4-fach Kombi quer über den Platz, den Ball nicht richtig traf. Die Gäste tauchten erst nach einer Viertelstunde gefährlich vor dem Kasten von Alexandru Pol auf. Nach zwei mehr oder minder schweren Stockfehlern in der Abwehr brannte es lichterloh im Jettenbacher Strafraum. Aber gemeinsam und mit vollem Einsatz konnte man einen Einschlag verhindern. Chancenlos war der Jettenbach Schlussmann dann in der 19.Minute als Quirin Stillner nach einem zu kurz abgewehrten Ball aus 18 mtr. eine Fackel losließ. Nur wenige Minuten später hieß es 0:2. Hier spielte der Unparteiische eine Hauptrolle, denn viele (aufgebrachte) Jettenbacher Fans sahen vor dem Treffer eine klare Abseitsposition. Die anschließende Flanke verwandelte Lukas Starringer (10.Saisontreffer) locker mit einem „Abtropfer“ ins lange Eck. Neben dem durchaus strittigen Abseits, war die Jettenbacher Abwehr aber auch viel zu offen. Die vorzeitige Entscheidung in der Begegnung dann wiederrum nur einige Minuten später, als sich Keeper Pol einen kapitalen Bock leistete und ein Rückspiel unbedrängt in die Füße von Quirin Stillner spielte. Dieser verneigte sich kurz und platzierte den Ball dann zum 0:3 in den verwaisten Jettenbacher Kasten. Dass dann erneut nur wenige Minuten später auch noch Thomas Mittermaier den Ampelkarton sah, setzte den schrecklichen 10 Minuten aus Jettenbacher Sicht dann die Krone auf. Der bereits verwarnte Mittermaier, ließ sich nach einem Foulspiel auf ein Scharmützel mit Forstings Christian Wiedemann ein. Obwohl er sein Temperament besser im Griff haben sollte, war die Entscheidung des Töginger Referee sehr hart, wenn auch regelkonform. Die Messe des Spieles damit natürlich gelesen. Die Cuedan-Elf nur mehr mit einer Halbchance für Mußner. Auf der anderen Seite hatte die Spielvereinigung etwas Glück, als der Unparteiische nach einem Pfostenschuss von Starringer und anschließenden Tor, die Hand von Keeper Pol vorher bereits auf dem Ball sah. Der „quirlige“ Quirin (Stillner) zielte dann kurz vor dem Pausenpfiff noch knapp über das Jettenbacher Gehäuse.

Statt in die Kabine (wie die Gäste) ging es für die Jettenbacher Mannschaft in der Pause in den Wald. Es hieß sich zu erholen, frische Luft zu schnappen und sich auf Grund der Gegebenheiten auf eine „heiße“ zweite Spielhälfte einzustellen. Es wurde das erwartete Spiel auf ein Tor, aber es wurde nicht heiß. Die Begegnung plätscherte so dahin, die Gäste hatten ihre Einschussmöglichkeiten, aber Keeper Pol hielt nach seinem Aussetzer mehrmals bravourös. So verzweifelten Schwaiger (Freistoß), Kapitän Reich, Stillner und Starringer am Jettenbacher Schlussmann. Als Starringer durch war, waren auch die Gäste nach einem zweifelhaften Abseitspfiff bedient. Die Cuedan-Elf kämpfte, wusste sich aber auch nach einer weiteren unnötigen Zeitstrafe (Meckern) des übermächtigen Gegners zu erwehren. Es blieb schließlich – ohne einer einzigen ernsthaften Torchance – für die Spielvereinigung in der zweiten Spielhälfte beim 0:3, weil sich auch die Gäste nicht mit Ruhm bekleckerten.

Spielfazit:

Die Innkicker schlugen sich wacker, hielten dagegen, ohne jedoch eine reale Chance gegen den Spitzenreiter (zuletzt glücklicher Sieger durch zwei Treffer in der Nachspielzeit beim Spitzenspiel in Ramerberg) zu haben. Es heißt weiter gemeinsam und mit voller Leidenschaft den Kampf gegen den Abstieg anzunehmen.

Jettenbach – 18.April 2026

Bericht: Peter Schillmaier