Kleine Überraschung zum Frühlingsstart

2:2 Remis gegen den Favoriten FC Maitenbeth

Schade, da wäre mehr drin gewesen! So der allgemeine Tenor der Zuschauer nach dem Unentschieden gegen den doch als klarer Favorit angereisten FC Maitenbeth. Es war nicht nur der abgefälschte Schuss zum 2:1 und der späte Ausgleichstreffer der Gäste in der Nachspielzeit, auch eine Vielzahl vergebener Chancen in der Zeit zwischen der 46. und 60.Minute waren ärgerlich. Hier hätten wir den Sack zumachen müssen, so Zuschauer und früherer Meistercoach Wolfgang Beham. Trotzdem sollte der Punktgewinn der Mannschaft für die restliche Hinrunde einen Schub verleihen. Denn wer hätte nach der deutlichen Vorrunden-Niederlage und der Frühjahrsvorbereitung (eine kleine Katastrophe) überhaupt mit einem Punktgewinn gerechnet? Wohl nur die sogenannten Daueroptimisten! Zum kalendarischen Frühlingsstart zeigten sich die Jungs von Trainer Dan Cuedan (fehlte – dafür coachte Sohnemann Flavius) von der besseren Seite. Die Moral und der Kampfgeist in Takt. Das man weiter hart arbeiten muss, dürfte wohl jeden klar sein. Denn bereits am kommenden Wochenende wartet mit dem Gastspiel am Sonntag den 29.3. um 13.30 Uhr beim DJK SV Edling ein anderes Kaliber auf die Spielvereinigung. Der aktuelle Tabellendritte, der am Freitagabend das Spitzenspiel vor 250 Zuschauern beim Tabellenführer und Nachbar SV Forsting-Pfaffing nach Führung noch mit 1:4 verlor, strebt bekanntlich den Aufstieg an. Erinnert sei auch an die hohe 0:6 Heim-Niederlage. Aber im Fußball ist bekanntlich vieles möglich!

Spieldaten:

Ergebnis: 2:2 (2:1)

Tore: 1:0 (6.Min.) Michael Gottwald – 2:0 (15.Min.) Sebastian Gottwald (Foulelfmeter) – 2:1

(32.Min.) Zeno Mayerhofer – 2:2 (90+3.Min.) Johannes Dichtler

Zuschauer: 70

Schiedsrichter: Mujo Lozic, SV Ramerberg (Kreisklasse)

Zeigte eine durchwachsene Leistung;

Gelb/Rote Karte: Michael Schambeck, FC Maitenbeth (90.+3.Min.)

Gelbe Karten:

SpVgg Jettenbach: Florian Mittermaier, Maxi Mußner, Michael Gottwald;

FC Maitenbeth: Jonas Leitner, Michael Schambeck;

Aufstellungen:

SpVgg Jettenbach: Alexandru Pol, Emanuel Ciurdaru, Florian Mittermaier (ab 79.Min. Alexander Harih), Patrick Wieser, Maxi Mußner (ab 90.+3.Min. Liveu Pantea), Danis Glamocic, Raphael Kufner, Sebastian Gottwald (C), Iulian Stoica, Michael Gottwald (ab 54.Min.Anton Hannak), Artur Begert;

Trainer: Dan Cuedan

FC Maiteneth: Stefan Bauer, Johannes Wilhelm (ab 46.Min.Christoph Gaigl), Florian Mitter, Florian Wilhelm, Jonas Leitner, Michael Schambeck, Andreas Wilhelm (C), Stefan Sigl, Johannes Dichtler, Zeno Mayerhofer, Simon Leitner (ab 46.Min.Philipp Leitner);

Trainer: Friedrich Beranek

Spielbericht:

Flutlicht aus, Flutlicht ein, Flutlicht aus …. Es ging ein paar Mal hin und her, bevor der eilends herbeigeholte „Starkstrom-Elektriker“ Beppi Manstetter und Dominik Dittrich den mittleren rechten Flutlichtmasten das gewünschte Leben einhauchen konnten. Eine Sicherung spielte verrückt! Von der ersten Minute unter Strom dagegen die Spielvereinigung und mit einem ersten starken Ausrufezeichen in der 6.Minute, als der schon sportlich totgeglaubte Michael Gottwald plötzlich im Rampenlicht stand. Raphael Kufner „timte“ eine Freistoßflanke aus dem Halbfeld exakt an das hintere Fünfmetereck, wo Gottwald in einem kleinen Gewühl seit „Pfötchen“ hinhielt. Der frühe Führungstreffer die Folge. Man musste noch eine kleine Schrecksekunde – NeuzugangDanis Glamocic machte dabei keine glückliche Figur, der freie Abschluss von Sigl konnte aber noch abgeblockt werden – überstehen, ehe es nach fünfzehn Minuten Spielzeit 2:0 hieß. Nach einer Ecke von Patrick Wieser auf den kurzen Pfosten wurde im Fortgang Maximilian Mußner unnötig – dürfte den Grün-Weißen egal gewesen sein – im Strafraum von den Beinen geholt. Kapitän Sebastian Gottwald trat zum Strafstoß an, jagte Keeper Bauer ins falsche Eck und traf sicher und platziert ins andere Eck. Bei Temperaturen um die 6 Grad – einige sagten Brrhh und holten sich die warme Mütze zur Winterjacke – glaubten sich viele Zuschauer (es fehlten u.a. die Granden Loose, Heindl, Steiglechner, Kern) im falschen Film. Eine erneut in veränderter Aufstellung angetretene Jettenbacher Mannschaft – bei den vielen „Tauschobjekten“ fehlt einen Außenstehenden mittlerweile der Durchblick – doch eine mehr als angenehme Überraschung. Bei guten Platzbedingungen folgte ein ausgeglichener Spielverlauf, ehe sich die Gäste aus dem Nichts (vorher keine gute Torchance) mit dem 2:1 im Spiel anmeldeten. Extrem unglücklich für Keeper Pol, weil der Schuss unglücklich abgefälscht wurde. Der entscheidende Fehler passierte aber bereits im Vorfeld, als man an der Eckfahne den Ball mehrfach nicht entscheidend klären konnte. Die Beranek-Elf, die in der Vorbereitung (1 Sieg-2 Remis-1 Niederlage) überzeugen konnte, in der Folgezeit bis zum Pausenpfiff mit leichten Vorteilen. Aber Keeper Pol musste nur einmal abtauchen, als er eine flache Flanke von der Torauslinie vor einen möglichen Einschlag unschädlich machte. Die Gastgeber nach dem 2:0 ebenfalls mit keinen größeren Torgelegenheiten bis zum Pausenpfiff mehr.

Das sollte sich nach dem Wiederanpfiff ändern. Der Pausentee – was auch immer darin steckte – sollte der Spielvereinigung frische Kräfte verleihen. So hatte Maitenbeth`s Torwart Bauer leichte Probleme bei einem 40 mtr. Freistoß von Kufner. Die nächste Torgelegenheit – dieses Mal eine Großchance – ließ nicht lange auf sich warten, als nach einem schönen Spielzug und scharfer flacher Hereingabe Michael Gottwald seinen zweiten Treffer auf dem Fuß hatte. Der Torschrei der Jettenbacher Fans erstickte, als der mit zu wenig Power abgegebene Schuss aus kurzer Entfernung noch vom Maitenbether Keeper und einem Verteidigerkollegen auf der Torlinie geblockt werden konnte. Bei einer Konterchance war der fleißige Oldie Maxi Mußner den altersbedingten Schritt zu langsam, so dass der herausgeeilte Keeper Bauer seinen Abschluss noch klären konnte. Auch Florian Mittermaier scheiterte mit einem Schrägschuss am Gästetorwart. In dieser Phase hätte man das Spiel vorentscheiden können, ja müssen. Denn die Gäste kamen erst in der 73.Minute zu ihrem ersten Torschuss nach dem Wiederanpfiff und der war zudem zweifelhaft. Auf Zuruf, gab Schiedsrichter Lozic einen Freistoß in zentraler Position und 17 mtr. vor dem Tor. Der Ball von Florian Wilhelm knallte an die Oberkante der Latte. Die Gastgeber im Anschluss mit schwindenden Kräften aber mit leidenschaftlicher Abwehrleistung und Kopfballhoheit. Den Gästen, die sehr viel mit langen Bällen agierten, fiel trotz Überlegenheit nicht viel ein. Sie hatten zudem ein weiteres Mal Glück, als Florian Mittermaier mit einem Heber am weit aus dem Tor geeilten Bauer (brachte seine Fingerspitzen noch an den Ball) scheiterte. Die Messe wäre gelesen gewesen, so aber zeigte der Unparteiische für viele unverständlich fünf Minuten Nachspielzeit an. Und in dieser Nachspielzeit passierte es dann doch noch. Eine flache Hereingabe verwandelte Dichtler aus kurzer Entfernung zum aus Gästesicht viel umjubelten Ausgleich. Bitter für die Spielvereinigung, die sich für den hohen Aufwand nur mit einem Punkt belohnen konnte.

Spielfazit:

War es ein gewonnener Punkt oder zwei verlorene Punkte? Man kann die Frage – so komisch es auch klingt – zwei Mal mit einem Ja beantworten. Fakt ist, die Spielvereinigung hat zum Rückrundenstart ein Ausrufezeichen gesetzt! Nicht unbedingt erwartet, aber von vielen erhofft! Noch lebt man, noch darf man auf den Klassenerhalt hoffen! Wenn man hört, wie der nach der roten Karte in Soyen noch gesperrte Thomas Mittermaier von der Seitenauslinie aus, seine Kameraden aufmunterte und pushte, wenn man sieht mit welcher Leidenschaft man sich in die Zweikämpfe begab, dann ist Hopfen und Malz noch nicht verloren, obwohl die Vorbereitung dazu Anlass gab. Es gab einige spielerische genialen Momente, aber auch den einen oder anderen Leerlauf oder das eine oder andere technische Problem. Das fußballerische Potenzial bei einigen höher als bei anderen. Man kann vieles über Kampfgeist und Kameradschaft in einer A-Klasse gutmachen. Es wird auch Rückschläge geben, aber man sollte immer alles geben. Dann ist auch ein Krampf – siehe Michael Gottwald – eine Wohltat!

Auf in den nächsten Kampf Jung´s! Wir, die Fans glauben an euch.

Jettenbach – 20.März 2026

Bericht: Peter Schillmaier